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Die Erscheinung dieses Repertoriums ist durch ein allgemein gefühltes Bedürfniss hervorgerufen worden. Der Herausgeber, mehrmals dazu aufgefordert, lehnte anfangs wegen Trockenheit und Mühseligkeit der Sache den Antrag dazu ab, bis er sich später von der Nothwendigkeit dieses Werkes immer mehr überzeugte. Die Philologie hat in der neuesten Zeit einen solchen Umfang gewonnen, und ist durch verschiedenartige in Büchern, Abhandlungen und Zeitschriften niedergelegte Beiträge so bereichert worden, dass unter dieser Masse von Schriften Einzelnes, was da erschienen, entweder nicht bemerkt, oder, wenn es auch als vorhanden bekannt ist, in seinem Werth nicht erkannt wird. Das Repertorium beabsichtigt daher ein Doppeltes; erstens so viel als möglich vollständige Angabe des zum Gebiet der Philologie Gehörigen, was in den verschiedenen Ländern Europa's von Jahr zu Jahr erschienen ist. Dass hierbei zunächst auf Deutschland, den jetzigen Hauptsitz der Philologie, Rücksicht genommen wurde, versteht sich von selbst; doch ist auch nach Kräften auf Frankreich, England, Italien u. s. w. geachtet worden. Leider fand der Herausgeber in Beziehung auf die zwei zuletzt erwähnten Länder nicht immer die genügende bibliographische Unterstützung. Die neueste Zeit scheint ihm jedoch auch hierin mehr bieten zu wollen, so wie überhaupt im Verlauf derselben das jährlich erscheinende Repertorium mehr an Vollständigkeit gewinnen dürfte. Nachträge und Verbesserungen werden daher mit Dank aufgenommen und ihre Stelle in einem von 5 zu 5 Jahr erscheinenden allgemeinen Blattweiser finden. Es ist aber in diesen ersten Band Alles, Wichtiges und Unwichtiges, aufgenommen worden, was im Jahr 1826 an Büchern, selbstständigen Abhandlungen darin, Programmen, Aufsätzen und einzelnen Bemerkungen in Journalen und kritischen Zeitschriften, so wie an Kunstwerken und Landkarten herausgekommen ist. Dass hierbei eine absolute Vollständigkeit und Richtigkeit erreicht worden ist, darf der Herausgeber bei der Schwierigkeit der Sache wohl nicht hoffen; doch kann derselbe einer Vergleichung seines Repertoriums mit jedem bis jetzt erschienenen, ihm bekannten Verzeichniss von Büchern u. s. w. ruhig entgegensehen. Neu aber und gewiss willkommen wird einem Jeden die Nachweisung der in den periodischen Blättern mitgetheilten Aufsätze, Bemerkungen und Notizen jeder Art sein, welche theils unbeachtet bleiben, so

wichtig sie initunter sind, theils bei dem mühsamen Geschäft des Aufzeichnens oft verloren gehen. Es wird somit in diesem Repertorium die Grundlage unentbehrlicher Adversarien dargeboten, welche bis zu einer gewissen Vollständigkeit gesteigert werden könnten, wenn sich jemand zur Nachweisung der in den Ausgaben, Uebersetzungen, Erläuterungsschriften u. S. w. der Klassiker jährlich niedergelegten Bemerkungen entschliessen wollte. Dies wäre aber um so wünschenswerther, je mehr sich dann der jetzt vielfach in Anspruch genommene Geist concentriren und einer oft nur mechanischen Arbeit, die Jeder immer von. Neuem beginnen muss, entheben könnte. Einen wichtigen Theil davon enthält unser Repertorium, in dessen Kreis Alles aufgenommen worden ist, was unmittelbar die Griechische Literatur bis zum Jahr 1453 und die Römische bis zum Jahr 476 betrifft. Ausgeschlossen sind die Kirchenväter nach dem Vorgang der meisten Literatoren, zumal da auch mein Freund, der Herr Hofprediger Dr. Zimmermann, diesen Theil der alten Literatur in seinem „Jahrbuch der theologischen Literatur“ berücksichtigt hat: ausgeschlossen ist ferner das ägyptische und orientalische Alterthum samt der Geographie dieser Länder. Da Letzteres jedoch zu manchen Inconvenienzen führte, so soll im nächsten Jahrgang die gesammte alte Geographie und mehr auch als bisher die geschichtliche Berührung anderer Völker mit den Griechen und Römern beachtet werden. Hinsichtlich der aufzunehmenden Schriften hat man sich streng an

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